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Erfolgreicher „Erstflug“ der ConCardiac AIR

Die ConCardiac AIR Technologie hat abgehoben, konkret, sie hat sich auch unter realen OP-Bedingungen bewährt. Von ihren Monitoren aus konnten die Projektbeteiligten die Vitaldaten eines Patienten während eines schweren Eingriffs an der Aorta im OP-Saal des Klinikums Benjamin-Franklin in Echtzeit verfolgen. Vor dem Einsatz musste die elektrische Sicherheit und Verträglichkeit aller Komponenten nachgewiesen werden. Die unauffällige Sendestation hat sich problemlos in das Geräte-Umfeld im OP-Saal eingefügt. Mit ConCardiac AIR können wichtige Vitalparameter erstmals direkt am Kopf gemessen werden. Sie werden in Echtzeit in die Cloud übertragen und sind von dort standortunabhängig abzurufen. Das Projekt „Aurelia“, mit dem die Einsatzfähigkeit unter realen OP-Bedingungen bewiesen werden sollte, steht damit kurz vor dem Abschluss. Das von der Charité und SectorCon realisierte Forschungsprojekt wurde durch die Investitionsbank des Landes Berlin und die EU gefördert.  

ConCardiac AIR hat damit seine Leistungsfähigkeit als  innovative “Medical-Device-Platform“ für die klinische Forschung bewiesen. Sie soll jetzt als Plattform für das intensivmedizinischen Monitoring ausgebaut werden. Die hämodynamische Gesamtsituation von Patient*innen vor, während und nach schweren Eingriffen kann damit permanent, belastungsfrei und in Echtzeit überwacht werden. Die weltweit einzigartige Sensorik kann mittels künstlicher Intelligenz weitere physiologische Parameter und Signale integrieren und dadurch komplexe Analysen vornehmen.  

In jeder Sekunde werden dazu 1.250 Messwerte übermittelt. Die Sensortechnologie wurde der Luft- und Raumfahrtforschung entlehnt und in 15 jähriger Arbeit für die Anwendung in der physiologischen Messtechnik weiterentwickelt. 

Hierzu werden alle hochfrequenten Biosignale im Operationsaal integriert, synchronisiert und als kontinuierlicher Daten-Stream per Wireless-Lan an eine cloudbasierte Hochleistungs-Serverfarm zur Weiterverarbeitung übermittelt.  

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Für den Einsatz von ConCardiac AIR liegen bereits alle Einsatzgenehmigungen vor. Die Ethikkommission der Charité hat ihre Zustimmung erteilt. Die Hürde strenger Datenschutzregeln für die Verarbeitung von Patientendaten wurde ebenso bereits genommen. Für Unbedenklichkeit und Verträglichkeit liegen ebenfalls positive Voten vor.  

Die Versuche werden im Rahmen des Projektes “Aurelia” durchgeführt, eine Kooperation von Charité und SectorCon, gefördert durch die Investitionsbank des Landes Berlin und die EU. Das Ziel ist hierbei die Verbesserung des Outcomes der Patient*innen durch Erkennung und Vermeidung von Störungen der zerebralen Autoregulation im perioperativen Setting. 

Das Projekt läuft seit zwei Jahren.  Ziel ist es, das System möglichst bald in der regulären Patientenversorgung einzusetzen. Die niedrigen Kosten und die einfache Handhabung machen die Plattform zu einer Top-Empfehlung für einen ubiquitären Einsatz.  

Siehe auch: https://anaesthesie.charite.de/forschung/nicht_invasives_haemodynamisches_monitoring/

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